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Wir diskutieren über Erneuerbare Energien

Die Insolvenz der Windkraft-Firma Prokon verunsichert AnlegerInnen. Was muss man bei Investitionen im Bereich der Erneuerbaren Energien und der ethischen Geldanlage beachten? Bedeutet mehr Regulierung mehr Sicherheit? Das wollen wir bei einem Podiumsgespräch und einem Seminar diskutieren.

Erneuerbare Energien geraten unter Druck. Mit der geplanten Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes soll der Ausbau der Erneuerbaren gedeckelt werden. Und die Insolvenz der Windkraft-Firma Prokon verunsichert die Anleger. In den Medien wird eine in Teilen sehr undifferenzierte Debatte über Anlageformen im Bereich Nachhaltige Geldanlagen und Erneuerbare Energien geführt. Der Ruf nach mehr Regulierung des sogenannten grauen Kapitalmarktes wird laut. Wer aber nach weiteren Regeln ruft, sollte sich auch bewusst sein, dass viele Projekte, die die Energiewende in Deutschland vorangetrieben haben, sich über diesen Markt finanziert haben.

Was lassen sich also aus der Insolvenz von Prokon für Lehren ableiten? Bedeutet mehr Regulierung mehr Sicherheit für Anlegerinnen und Anleger? Sendet die Regierung mit ihrer Ruf nach mehr Regulierung und der angekündigten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die richtigen politischen Signale, um die Energiewende voranzubringen?

Die Bewegungsstiftung als institutioneller Anleger in dem Bereich will ihre Erfahrungen mit anderen Anlegern teilen und bietet zu dem Thema zwei Veranstaltungen mit Geldanlage-ExpertInnen an.

Podiumsdiskussion
Am Mittwoch, 2. April, 18.30 Uhr
Im imug-Institut in Hannover, Postkamp 14a

Es diskutieren:
Hermann-Josef Tenhagen (Chefredakteur, Finanztest)
Jörg Weber (Chefredakteur, ECOreporter.de)
Claudia Tober (Geschäftsführerin, Forum Nachhaltige Geldanlagen)
Ulrike Brendel (Projektleiterin Klimafreundliche Geldanlage, Verbraucherzentrale Bremen)

Moderation: Silke Stremlau, imug-Institut, Mitglied im Anlageausschuss der Bewegungsstiftung

Hier können Sie sich zu der Veranstaltung anmelden:
www.bewegungsstiftung.de/anmeldenveranstaltung.html

Was die EEG-Umlage und den Strompreis wirklich in die Höhe treibt

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verpflichtet Netzbetreiber dazu, Grünstrom von den Erzeugern abnehmen und nach festgeschriebenen Tarifen vergüten. Diese Tarife liegen über den Preisen, die sie an der Strombörse bezahlen würden. Die Differenz wird daher über die EEG-Umlage auf die Stromrechnungen der Verbraucher aufgeschlagen. Zum Jahresbeginn 2013 ist die EEG-Umlage stark angestiegen, gegenüber 2012 um rund 47 Prozent auf 5,27 Cent pro Kilowattstunde. Sie belastet damit einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden 2013 mit rund 185 Euro. Manche Experten sagen einen weiteren Anstieg der EEG-Umlage bis 2014 auf bis zu 6,5 Cent je Kilowattstunde voraus (dazu gibt es ein aktuelles Gutachten, über das ECOreporter berichtete).

Allerdings käme die Allgemeinheit ohne die erweiterten Ausnahmeregeln für Unternehmen und ohne die derzeitige Kopplung der Umlage an die Preise der Strombörse deutlich günstiger davon, als es jetzt zu erwarten ist. Das ergeben aktuelle Berechnungen des BEE. Demnach dürften die reinen Förderkosten für den Ausbau der Grünstromkapazitäten in Deutschland lediglich um 0,15 Cent je Kilowattstunde auf 2,54 Cent steigen.

„Unsere Berechnungen zeigen: Die EEG-Umlage steigt vor allem, weil die Strompreise an der Börse stetig sinken. Denn je geringer die Einnahmen für die Vermarktung des sauberen Stroms dort ausfallen, desto höher steigt die EEG-Umlage. Dieses Paradoxon kann nur die Politik beseitigen“, sagt BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk. Die Börsenpreise für Grundlaststrom seien zum 31. August 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gesunken. Hinzu komme, dass gewachsene Stromangebot der über die Jahre größer gewordenen Zahl der Grünstromkraftwerke, als weiterer Treiber der Preisspirale nach unten, so Falk weiter. Das Problem liegt in der Ausgestaltung der EEG-Umlage: Sie kompensiert die Differenz zwischen dem Börsenpreis und der staatlich garantierten, festen  Einspeisevergütung. Denn letztere würde ein Betreiber erhalten, wenn er den Strom nicht direkt an der Börse vermarkten würde.

Für den Preisverfall beim Grundlaststrom macht der BEE „massive Wettbewerbsverzerrungen zugunsten von Kohle- und Atomkraftwerken“ verantwortlich. Geschäftsführer Falk konkretisiert: „„Beim Atomstrom sind nach wie vor Risiko- und Endlagerkosten nicht eingepreist. Und CO2-Emissionszertifikate gibt es seit geraumer Zeit zum Schleuderpreis. Deshalb drängt besonders klimaschädlicher Kohlestrom zu Dumpingpreisen auf den Markt. Von einem fairen Wettbewerb sind wir also weit entfernt.“

Zahl der Ausnahmen für Unternehmen dürfte steigen
Ein weiterer Faktor der die EEG-Umlage und damit den Strompreis für Privatverbraucher steigern dürfte, sind die ausgeweiteten Ausnahmeregeln für Unternehmen. Im EEG ist nämlich seit 2013 festgeschrieben, dass Unternehmen mit 1.000 Megawatt Stromverbrauch jährlich, ganz oder teilweise von der Zahlung der EEG-Umlage befreit werden. Vorher galt  diese Ausnahmeregel nur für Unternehmen, die jährlich mindestens 10.000 MW Strom verbrauchen und im internationalen Wettbewerb stehen. Dies sollte Wettbewerbsnachteile auf dem internationalen Markt verneiden. Die Folge der Erweiteung: Die Zahl der Unternehmen, die dieses Privileg in Anspruch nehmen stieg von 813 in 2012 auf 2055 in 2013 (Stand 1.Juli). Und viele davon stehen nicht im internationalen Wettbewerb. Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), dass für die Befreiung von der Umlage zuständig ist, lagen zum 1. Juli insgesamt 2.400  Anträge für2014 vor. Das erklärte die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage von Bündnis 90/ Die Grünen.  Damit dürfte die Zahl der von der EEG-Umlage befreiten Unternehmen 2014 weiter stiegen.

Presseeinladung: ECOreporter verleiht Siegel für Nachhaltigkeit

Sehr geehrte Damen und Herren,

erstmals werden Anbieter und Produkte mit einem Siegel für Nachhaltige Geldanlagen ausgezeichnet, dem eine umfangreiche Prüfung in den entsprechenden Unternehmen selbst zugrunde liegt. ECOreporter, Deutschlands unabhängiges Magazin zur Nachhaltigen Geldanlage, hat die Siegelkriterien in Zusammenarbeit mit dem neuen Institut für nachhaltiges, ethisches Finanzwesen (INAF) entwickelt.

MdB Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, wird bei einer Pressekonferenz die Relevanz eines solchen Nachhaltigkeitssiegels erläutern. Zudem möchten wir Ihnen die mit dem Siegel ausgezeichneten Unternehmen vorstellen. Vorstände der Unternehmen werden für Ihre Fragen bereit stehen. Natürlich werden wir auch die besonderen Merkmale dieses bisher einmaligen Nachhaltigkeitssiegels für Banken, Anlageberatungen und Finanzprodukte herausstellen.

Die Pressekonferenz findet statt:
Dienstag, 27. August 2013 um 11.00 Uhr
HAUS AM DOM
Bildungs- und Kulturzentrum, Großer Saal (im 1. OG)
Domplatz 3
60311 Frankfurt

Wir laden Sie herzlich zu dieser Pressekonferenz ein und bitten Sie, uns bis zum 23.08.2013 darüber zu informieren, ob Sie teilnehmen können.

Kontakt:
Katrin Michels
Tel.: 0231 / 47 73 59 69
E-Mail: katrinmichels(at)hotmail.com

Mit freundlichen Grüßen
Jörg Weber, Chefredakteur ECOreporter

ECOreporter ist der Marktführer unter den journalistischen Online-Publikationen zu Nachhaltigen Investments. Die unabhängige Redaktion mit dem Chefredakteur Jörg Weber wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem deutschen Umweltpreis für Publizistik.